
Argumentation und Kommunikation
Gesprächsregeln Für die Kommunikation in der Schule ist das Einführen von Gesprächsregeln notwendig. Die erarbeiteten Regeln sind möglichst sofort schriftlich festzuhalten und im 1. und 2. Schuljahr durch Regelbilder (Visualisierung der Gesprächsregel) zu veranschaulichen. Hier sind mögliche Gesprächsregeln aufgeführt, die in den verschiedenen Schuljahren eingeführt werden können.
1. Schuljahr: leise sein, sich melden, nur einer spricht, laut und deutlich sprechen … 2. Schuljahr: sich sachbezogen äußern, nicht abschweifen, gezielte Fragen stellen 3. Schuljahr: an vorherige Äußerungen anknüpfen 4. Schuljahr: Metakommunikation (Gesprächsverhalten analysieren und ggf. ändern)
Verschiedene Lösungsstrategien entwickeln und diskutieren Die SchülerInnen sollen ihre Denkprozesse zur Lösung einer Aufgabe (zum Beispiel im Mathematikunterricht) sprachlich darstellen sowie die Möglichkeit erhalten, untereinander ins Gespräch zu kommen, damit sich Lösungsstrategien vergegenständlichen und Einblicke in Strategien gewonnen werden.
Möglichkeiten für Lernprozesse der SchülerInnen: - ausprobieren und erforschen (Versuch und Irrtum) - hinterfragen - entdeckendes Lernen - wiederholen - spielen (Rollenspiel, Planspiel etc.) - beschreiben, erklären, begründen von Regelmäßigkeiten - Versprachlichen von Lösungsansätzen - übertragen und verändern von eigenen Lösungsmöglichkeiten
Arbeitsergebnisse vortragen Arbeitsergebnisse möchten von den Kindern immer gerne vorgestellt werden. Es gibt unterschiedliche Formen die zu präsentieren (s. Präsentationsmöglichkeiten). Aber auch das Vortragen von Arbeitsergebnissen ist wichtig, um das Interesse der MitschülerInnen zu wecken.
Folgende Möglichkeiten können den Kindern als Hilfestellung gegeben werden: 1. Schuljahr: - in ganzen Sätzen sprechen - laut, deutlich, verständlich sprechen - Medien als Hilfestellung 2. Schuljahr: - Schulung von Gestik und Mimik - Schulung von Betonung und Ausdruck - Zuhörer anschauen 3. Schuljahr: - Zuhörer mit einbeziehen 4. Schuljahr: - Vorträge planen, analysieren und verändern Reflexion Beim Einsatz von Reflexionsphasen sollen die SchülerInnen befähigt werden, das eigene und das gemeinsame Tun zu würdigen und kritisch zu befragen. Hilfreich hierbei ist es, wenn die Schüler/Innen Rituale verinnerlichen oder verschiedene Kriterien abgleichen können. (Dies unterstützen beispielsweise vorgegebene Satzanfänge: Das hat mir gut gefallen... / Ich möchte noch wissen... Folgendes fand ich unverständlich:…etc.) |