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Deutsch
Der Deutschunterricht setzt bei den individuellen Lernvoraussetzungen an und entwickelt sie weiter. Lesen und Schreiben bilden die Grundlage für das Lernen allgemein und die alltägliche Verständigung. Deshalb überschreitet der Deutschunterricht die Fächergrenzen.
Das Fach Deutsch umfasst gemäß dem Lehrplan von 2003 folgende Bereiche: - mündliches Sprachhandeln - schriftliches Sprachhandeln, einschließlich Rechtschreiben - Umgang mit Texten und Medien - Sprache reflektieren
Die Entwicklung einer Gesprächskultur steht beim mündlichen Sprachhandeln im Vordergrund. Die Kinder lernen Erlebtes zu erzählen, szenisch zu spielen, Probleme zu klären, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen, mit anderen zusammenzuarbeiten und sich an gemeinsame Regeln zu halten ( vgl. Lehrplan Deutsch, S. 33 ff).
Die Lernvoraussetzungen im Bereich schriftliches Sprachhandeln (Schreiben) werden aufgenommen und im Zusammenhang mit dem Lesen lernen systematisch weiterentwickelt. Ausgangsschrift ist die Druckschrift. Im Anschluss an den Druckschriftlehrgang wird eine verbundene Schreibschrift erlernt. Die Kinder sollen Freude daran gewinnen, sich schriftlich zu äußern und diese neuerworbene Fähigkeit in für sie sinnvollen Situationen verwenden. Sie sollen lernen planvoll zu schreiben und Geschriebenes zu überarbeiten. In den Klassen 1 und 2 spielt der Aufbau von Schreibmotivation und das spontane, freie Schreiben eine große Rolle. Durch Schreiben kann das Kind erzählen oder jemanden zu etwas auffordern bzw. etwas zur Erinnerung festhalten: z.B. Wunschzettel, kurze Briefe und Mitteilungen, Einladungen, freie Texte usw. In den Klassen 3 und 4 wird das planvolle Schreiben bedeutsamer. Die Kinder sollen in der Lage sein, durch gezielte Hilfen von LehrerInnen und SchülerInnen ihre eigenen Texte sinnvoll zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. Wichtig bleibt auch weiterhin, dass die Schreib-anlässe sinnvoll und motivierend sind.
Das Rechtschreiben wird in den gesamten Sprachunterricht integriert. Die Rechtschreibentwicklung hin zur normgerechten Schreibung ist ein Prozess, der sowohl durch bewusste Lernarrangements und spezielle Übungen unterstützt wird, als auch die individuelle Rechtschreibleistung des Kindes berücksichtigt. Die Kinder arbeiten mit Verfahren z.B. Nachschlagen im Wörterbuch, Partnerdiktate, Selbstkorrektur, Lernwortkartei etc., die beim Aufbau einer Rechtschreibsicherheit behilflich sind und Mut machen zu weitergehenden Recht-schreibanforderungen und eigenständigem, sinnvollem Arbeiten. Rechtschreibunterricht ist mehr als Diktate schreiben. Die Noten in der 3. und 4. Klasse im Rechtschreiben sollen sich deshalb auch aus der gesamten Rechtschreibleistung ergeben und nicht aus den Ergebnissen einzelner Rechtschreibarbeiten.
Von Klasse 1 an soll bei den Kindern die Freude und das Interesse am Lesen geweckt werden. Der Erstleseunterricht berücksichtigt die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder hinsichtlich der Lesefähigkeit, der Lesemotivation, der Aussprache und der Sprachbeherrschung. Die Ausgangsschrift beim Lesenlernen ist die Druckschrift. Am Ende der Klasse 1 können die meisten Kinder bekannte, lauttreue und kurze Wörter im Sinnzusammenhang erlesen. Der Leselehrgang ist am Ende des zweiten Schuljahres abgeschlossen. Alle Kinder müssen dann in der Lage sein, kurze, kindgemäße Texte zu lesen, zu verstehen und vorzulesen. Während des weiterführenden Leseunterrichts nutzen die Kinder zunehmend Lesestrategien und bearbeiten verschiedenartige Texte.
Wir unterstützen die Lesemotivation der Kinder durch folgende Angebote und Anregungen: - Jede Klasse verfügt über eine eigene Klassenbücherei. Die Kinder haben die Möglichkeit, zu den gelesenen Büchern bei www.antolin.de ein Lesequiz am Computer zu bearbeiten. - Die Ludgerischule verfügt über einen eigenen Leseraum, der zum gemütlichen Lesen einlädt. - Die ersten und zweiten Klassen werden in regelmäßigen Abständen von Lesepatinnen besucht, die spannende Geschichten vorlesen und die Freude am Lesen wach halten sollen. - In der Schule sind einige Klassensätze von Kinderbüchern vorhanden, die im Klassenunterricht gelesen und erarbeitet werden. - Im ersten und zweiten Schuljahr kann die Pfarrbücherei St. Ludger besucht werden. - Im dritten und vierten Schuljahr bietet sich der Besuch der Stadtbibliothek (BIB) an.
Sprache reflektieren zielt auf die aktive Auseinandersetzung der Kinder mit der eigenen Sprache. Sie sollen die Fähigkeit erlangen, zu verstehen und einzuschätzen, wie ihre Sprache gebraucht wird. Dabei sollen sie langsam auch erste Einsichten in die Regelhaftigkeit des Sprachsystems bekommen. Sprache reflektieren ist in den gesamten Deutschunterricht integriert.
Die konkreten Inhalte der Aufgabenschwerpunkte befinden sich im Arbeitsplan „Deutsch“ unserer Schule. |