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Kritische Kompetenz
Besonderer Wert soll auf die Entwicklung eines kritischen, überdachten Umgangs mit den neuen Medien gelegt werden, sowohl was die Inhalte als auch die Nutzungsgewohnheiten betrifft.
EINsichten durch Kompetenz Je kompetenter Kinder werden, desto besser begreifen sie, dass auch aus dem Computer nichts herauskommt, das nicht vorher jemand eingegeben hat! Das Internet birgt neben vielen Vorteilen und Möglichkeiten auch Gefahren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Regeln im Umgang damit und kritische Distanz gegenüber den Inhalten sollen antrainiert werden. Kinder müssen unbedingt lernen, dass nicht alles stimmt, was dort verbreitet wird, dass nicht alle „Autoren“ lautere Absichten haben, dass es niemanden gibt, der eine inhaltliche Kontrolle ausübt. Die meisten Eltern fühlen sich überfordert mit dieser Erziehungsaufgabe, oftmals aus eigener Unkenntnis. Hier hat unsere Schule eine wichtige Verantwortung. Ein Ansatz ist, die Kinder beim Darstellen eigener Ergebnisse ins Netz das „Machbare des Internets“ erfahren zu lassen. Es wird klar: Jeder kann eingeben, was er will, egal ob falsch oder richtig, gut oder schlecht. Jeder kann alles von überall her abrufen, muss sich aber ein eigenes Urteil bilden, ob die gefundenen Informationen sinnvoll und zutreffend sind. Hier sind mit den Kindern gemeinsam Sicherheitsregeln für das Internet zu erarbeiten.
EINsichten durch Gespräche Wie Kinder sich verhalten, was ihnen wichtig ist, wie sie empfinden, ist ihnen in den seltensten Fällen bewusst. Auch scheinbar Offensichtliches gilt es bewusst zu machen. So sind auch Computer und Internet häufig Gegenstand gemeinsamer Gespräche, z.B. im Montagskreis, in dem über Nutzungsgewohnheiten am Wochenende gesprochen werden kann, über die bevorzugten Spiele, langes Stillsitzen, Alleinsein vor dem Bildschirm, „Überraschendes“ beim Ausflug ins Internet... Im Anschluss an intensive Arbeitsphasen, an durchgeführte Projekte oder Werkstätten, an aufgetretene Schwierigkeiten oder besondere Erfolgserlebnisse bieten solche Gespräche ebenfalls gute Möglichkeiten. Sie werden ganz bewusst regelmäßig in die Medienarbeit integriert.
Grenzen des sinnvollen Umgangs mit Computer und Internet Um wirklich eine kritische Kompetenz zu erlangen, ist es sehr wichtig, dass sowohl die Lehrkräfte wie die Kinder die Grenzen eines sinnvollen Computereinsatzes kennen und akzeptieren. Keinesfalls sollte/n - mögliche originale Erfahrungen durch Darstellungen am Rechner ersetzt werden - das Lernen/Spielen mit allen Sinnen vernachlässigt werden - andere sinnvolle Medien durch den Computer ersetzt werden - Gemeinsamkeit mit anderen Kindern bei Arbeit oder Spiel durch Einzeltun am Computer verdrängt werden. Auch dies wird mit den Kindern in Gesprächen thematisiert.
Bewegungsübungen gegen Bewegungsmangel Trotz vorrangig offener Unterrichtsformen gibt es immer wieder Phasen, in denen Kinder vor dem Computer zu lange still sitzen. Zu Hause kommt das noch viel häufiger vor als in der Schule. Die nachteiligen Auswirkungen eines solchen Bewegungsmangels sollen intensiv thematisiert werden und so im Laufe der Zeit ein Problembewusstsein geweckt werden. Kinder dürfen, ja sollen verschiedene zuvor abgesprochene Bewegungsübungen einfordern, wenn sie längere Zeit still auf ihren Stühlen gesessen haben. Dafür stehen eine große Anzahl von Spielen und Bewegungsübungen zur Verfügung. |